[Private] Künstlernachlässe im Land Brandenburg

 

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Anschrift
[Private] Künstlernachlässe im Land Brandenburg e.V. (i.Gr.)
Postfach 600901
14409 Potsdam

 

E-Mail
private-kuenstlernachlaesse-brandenburg@email.de

 

Kontakt
Thomas Kumlehn/Dr. Liane Burkhardt
 

 

Aktuell


Presseinformation zur Präsentation der Online-Datenbank [Private] Künstlernachlässe im Land Brandenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem Jahr 2011 widmen sich der Kulturarbeiter Thomas Kumlehn und die Kunsthistorikerin Dr. Liane Burkhardt den privaten Künstlernachlässen im Land Brandenburg. Ihre Initiative „mobiler Nachlass-Service“ entstand mit dem Ziel, die privaten Nachlasshalter bei der Erfassung, Bewahrung und Vermittlung qualitätsrelevanter Künstlernachlässe zu unterstützen. Neben der seither umfangreichen Recherche zum Thema galt ihr erster Schritt der Entwicklung eines webbasierten Erfassungsformulars als ein grundlegendes Werkzeug für die weitere Arbeit. Dieses Web-Formular wurde mit dem Ziel konzipiert, den privaten Nachlasshaltern unter fachlicher Begleitung die Grunderschließung eigenständig zu ermöglichen und gleichzeitig die Kompatibilität mit gängigen Erfassungsprogrammen zu gewährleisten.
Um die nach und nach entstehenden Nachlassverzeichnisse (vereinzelt zu Werkverzeichnissen erweitert) für die kunstwissenschaftliche Forschung, die Museen und den Kunstbetrieb online zugänglich machen zu können, planen die Initiatoren die Einrichtung einer Datenbank als Herzstück ihres Vorhabens. Alle Versuche, bei Stadt und Land eine öffentliche Förderung für das Pilot-Projekt zu erhalten, wurden jedoch abgewiesen.
Zwei Kooperationspartner fanden die Idee dennoch unterstützenswert: Das Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V. in Potsdam (ZZF) stellte das für das Projekt „Bildatlas“ <www.bildatlas-ddr-kunst.de>  verwendete Web-Formular zur Weiterentwicklung bzw. Anpassung zur Verfügung und wird die geplante Datenbank [Private] Künstlernachlässe im Land Brandenburg betreiben. Der Fachbereich Museumskunde an der Hochschule Technik und Wirtschaft in Berlin (HTW) unterstützte die Entwicklung des besagten Web-Formulars und wird zukünftig die digitale Nachlasserfassung in die Ausbildung integrieren.
Der erster Schritt ist inzwischen getan. Das Erfassungsformular liegt vor und hat seine Feuertaufe bereits bestanden – am Beispiel des Verzeichnisses der Gemälde des Malers Philipp Schack (1967–2006), mit dem die Datenbank [Private] Künstlernachlässe im Land Brandenburg Anfang April 2014 starten wird. Dieses webbasierte Erfassungsformular eignet sich ebenfalls als Werkzeug für Künstler, die ihren Vorlass schon zu Lebzeiten selbst erfassen wollen. Öffentlich präsentiert wird dieses erste Arbeitsergebnis der Initiative „mobiler Nachlass-Service“ am Freitag, dem 14. Februar 2014, um 19 Uhr, im Konferenzraum des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam. Thomas Kumlehn und Dr. Liane Burkhardt werden das Erreichte vorstellen und ihre Ziele in einem Podiumsgespräch diskutieren. Eingeladen sind neben den erwähnten Kooperationspartnern, vertreten durch Prof. Dr. Dorothee Haffner (HTW Berlin) und Dr. Jürgen Danyel (ZZF Potsdam), auch der Programmierer des Webformulars und IT-Experte, Daniel Burckhardt, der Vorsitzende des Fördervereins des Potsdam-Museums e.V., Markus Wicke, sowie der Kunstwissenschaftler Herbert Schirmer.

Freitag, 14.02.2014, 19 Uhr
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Konferenzraum
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

 

 

N E W S L E T T E R  1-2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Unterstützer,

der Jahresbeginn fordert geradezu auf, nach vorn zu blicken. Seit Januar 2013 informieren wir Sie mit unserem Newsletter über die Arbeit unserer nun schon ins dritte Jahr gehenden Initiative.

Inzwischen tragen unsere Anstrengungen erste Früchte. Sie basieren auf unserer permanenten Recherche und unserer Aufklärungsarbeit, die hauptsächlich ohne öffentliche Wahrnehmung stattfand.

Die diesjährigen Aussichten führen dazu, dass einige unserer Entwürfe nicht im Konjunktiv verbleiben müssen, wie das in den ersten Jahren der Fall gewesen ist. Darüber empfinden wir eine stille Freude, die wir mit Ihnen teilen möchten.

Unterhalb finden Sie die gelisteten Aussichten für das I. Quartal, die uns schon jetzt sehr in Atem halten. In dieser Form erhalten Sie einen schnellen Überblick über die kommenden Ereignisse. Für Nachfragen sind wir jeder Zeit offen.

Im 1. Quartal 2014 werden wir die Werkerfassung der Gemälde von Philipp Schack (1967–2006) abschließen.
Im 1. Quartal 2014 werden wir mit eben diesem Werkverzeichnis die Datenbank „[Private] Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ eröffnen. Der öffentliche Start wird am 14. Februar 2014, um 19 Uhr, im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam „zelebriert“.
Im 1. Quartal 2014 werden wir in diesem Zusammenhang die Kooperationsverträge mit der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft, FB Museumskunde, und dem Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V. abschließen.
Im 1. Quartal 2014 kann auch unsere Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Potsdam, FB Informationswissenschaften, beginnen, indem eine Studentin in der Semesterpause den Nachlass von Werner Gottsmann (1924–2004) mit dem neuen Webformular erfassen wird. Daraufhin kann auch dieser Nachlass in die Datenbank eingehen.
Im 1. Quartal 2014 erwarten wir den Bescheid zu unserem Antrag auf Projektförderung beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) zur Erfassung des Nachlasses von Kurt Robbel (1909–1986). Schon im Vorjahr vermittelten wir den Erben einen Restaurator. Außerdem erwarten wir den Bescheid zum Antrag des Fördervereins des Potsdam Museums e.V. bei der Stadt Potsdam zur Erfassung des Nachlasses von Walter Bullert (1895–1986). Sollte die Projektförderung erfolgen, werden wir eine qualifizierte Bearbeiterin vermitteln. Die externe Nachlasserfassung ist für die Nachlasshalterin die Voraussetzung für die Schenkung des Nachlasses des für die Stadt sehr prominenten Künstlers an das Potsdam Museum.  
Das hieße, der private Nachlass wird in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Potsdam Museums und unserer Vermittlung zu öffentlichem Eigentum. Aus diesem Grunde und in Hoffnung auf vergleichbare Beispiele setzen wir inzwischen „[Private] ...“ in eckige Klammern.
Im 1. Quartal 2014 wird auch das Werkverzeichnis des Stahlplastikers Christian Roehl (1940–2013) in die Datenbank eingehen. Dieses Werkverzeichnis wird zudem Teil der Monografie „Christian Roehl – Vom Innehalten der Plastik im Raum. Werke zwischen 1968 und 2013“, die zur Ausstellung in der  Kirche am Hohenzollernplatz, in Berlin, anlässlich der Eröffnung am 28. Mai 2014 erscheint.
Im 1. Quartal 2014 gilt es weitere Verhandlungen zur Einrichtung eines Kernbestandsdepots (vgl. Newsletter 4-2013) zu initiieren und zu führen. Gesprächspartner werden Vertreter der Stadt Luckau, des Landkreises Dahme-Spreewald und des MWFK sein.
Im 1. Quartal 2014, nicht wie vereinbart im vergangenen Dezember, soll es zu ersten Absprachen mit dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus zwecks Vorbereitung einer Werkstatt-Tagung zum Nachlass-Thema für 2015 in Cottbus kommen.
Im 1. Quartal 2014 werden wir unsere Pläne zur Vereinsgründung weiter im Auge behalten, um sie der Kooperation zwischen unserer Service-Initiative und der Idee eines Kernbestandsdepots anzupassen.


Mit besten Wünschen für ein stabiles+freudiges Jahr 2014
Thomas Kumlehn und Dr. Liane Burkhardt


PS: Hinweisen wollen wir Sie auf eine aktuelle Bucherscheinung aus der Schweiz, in der auch unsere junge Initiative Erwähnung fand. Es ist ein Sachbuch zu den Themen Sammeln und Nachlässe im deutschsprachigen Raum Europas.
Franz-Josef Sladeczek, Sandra Sykora: After Collecting: Leitfaden für den Kunstnachlass, Zürich 2013 

 

N E W S L E T T E R  4-2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Unterstützer,

dem im Newsletter 3-2013 erwähnten „erste(n) Gespräch mit Herbert Schirmer über eine mögliche Kooperation unserer Initiativen (mobiler Nachlass-Service + Kernbestandsdepot) zwecks praktikabler Zukunftsfähigkeit“ im Juni folgten inzwischen weitere Treffen. Bis zu unserem Termin am 24. Oktober bei Martin Gorholt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, wollen wir zu einem gemeinsamen Positionspapier finden.

Ebenfalls im letzten Newsletter erwähnten wir unsere beabsichtigte Teilnahme am Symposium „Kulturgut in Gefahr! Zukunftsfähige Konzepte für Künstlernachlässe“, das am 14.09.2013 in Hamburg stattfand - veranstaltet vom Forum für Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern Hamburg, anlässlich des 10-jährigen Bestehens. Der ganztägige Austausch mit anderen sich in Deutschland dieser Problematik widmenden Akteuren war spannend. Unter ihnen waren wir die einzige Nachlass-Initiative aus den Neuen Bundesländern. Vielleicht stieß deshalb unsere Wortmeldung auf besonderes Interesse in persönlichen Gesprächen.

Im Ergebnis unseres Treffens im August mit der Leitung des Kunstmuseums Dieselkraftwerk Cottbus wurde die Vorbereitung einer Werkstatt-Tagung zum Nachlass-Thema für 2015 in Cottbus vereinbart. Noch in diesem Jahr soll es dazu erste konkrete Absprachen geben.

Im bevorstehenden Quartal werden wir das für den Nutzer freundliche Web-Formular zur Nachlass- und Werkerfassung abschließen. Mit der Einführung in die Handhabung für interessierte Nachlasshalter starten wir zu Beginn des neuen Jahres. Falls Sie zu den interessierten Nachlasshaltern gehören, melden Sie sich bitte bei uns! So können wir planen.
Zuvor werden wir das Formular in einem ersten Probelauf zur Werkerfassung der Malerei von Philipp Schack (1967–2006) testen. Wir werden das Werkverzeichnis zum Jahresende vorlegen und damit Anfang 2014 die Datenbank „Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ eröffnen.  

Seit September führen wir Vorgespräche für eine Kooperation mit dem Förderverein des Potsdam Museums e.V. zur Erfassung des Nachlasses von Walter Bullert (1895–1986). Möglicherweise unterstützen wir das Vorhaben durch die Vermittlung einer geeigneten Kunsthistorikerin.
Unter der Voraussetzung dieser externen Nachlasserfassung will die Tochter des für die Potsdamer Kunstentwicklung wichtigen Künstlers dem Museum den Nachlass schenken.

Am 30.10.2013 sind wir eingeladen, auf der Tagung des Arbeitskreises der Kulturverwaltungen im Land Brandenburg in Doberlug-Kirchhain unsere Initiative vorzustellen.

Wie in den vergangenen Monaten werden wir auch im IV. Quartal unsere Beratungsgespräche mit interessierten Nachlasshaltern vor Ort fortsetzen.

Da unser Engagement zur Nachlass-Problematik bisher keinerlei finanzielle Unterstützung erfährt, sind wir gezwungen, durch Honoraraufträge fern dieses Themas unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Daher müssen wir die geplante Vereinsgründung ins kommende Jahr verschieben.


Mit besten Grüßen
Thomas Kumlehn und Dr. Liane Burkhardt

 

N E W S L E T T E R  3-2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Unterstützer,

möge es Ihnen gut ergangen sein in der Zwischenzeit. Wir danken gleich zu Beginn für die erneute Aufmerksamkeit.

Erst vor wenigen Tagen, als am 17. Juni im Archiv der Stiftung Kunstfonds die Ausstellung „Basis Künstlerarchiv“ eröffnet wurde, sprach sogar der Kulturstaatsminister Bernd Neumann aus, was dringend notwendig wäre: „Wir brauchen ein allgemeines Bewusstsein für den Schatz, den Künstlernachlässe darstellen.“ Das Bewusstmachen dieses Wertes in ministeriellen Gremien ist, wie wir inzwischen wissen,
ein steiniger Weg: Nach mehreren Gesprächen im Vorjahr mit Hajo Cornel (MWFK, Abteilungsleiter Kultur),
gab es zwei weitere Treffen, einberufen durch dessen Nachfolger Reiner Walleser. Im Ergebnis der letzten Zusammenkunft am 16.April wurde deutlich, dass sich das MWFK zur Unterstützung nur dann in der Lage sieht, „wenn in der Aufarbeitung eines konkreten Künstlernachlasses ein erhebliches Landesinteresse besteht“.
Nur dann wären „ausgewählte Einzelfallentscheidungen (zu) treffen“. Und folgerichtig lautet das Resümee:
„Wir sehen unter den gegenwärtigen Bedingungen (ebenso wie die weit übergreifende Mehrheit der anderen Bundesländer) im Rahmen der Kulturförderung gegenwärtig leider keine Möglichkeit, Maßnahmen zur Aufarbeitung von privaten Künstlernachlässen im Land Brandenburg finanziell zu unterstützen.“ Wir sagen TROTZDEM und geben den intensiver Interessierten unter Ihnen die Möglichkeit, unser Antwortschreiben an Herrn Walleser zu lesen.

Auch die Entscheidung über unseren Antrag bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung war abschlägig.

Aufmerksam machen möchten wir außerdem auf das Symposium „Kulturgut in Gefahr! Zukunftsfähige Konzepte für Künstlernachlässe“, das am 14.09.2013 in Hamburg stattfinden wird, veranstaltet vom Forum für Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern Hamburg, anlässlich des 10-jährigen Bestehens. Wir werden daran teilnehmen. http://www.kuenstlernachlaesse.blogspot.de/

Im Juni führten wir ein erstes Gespräch mit Herbert Schirmer über eine mögliche Kooperation unserer Initiativen zwecks praktikabler Zukunftsfähigkeit. Unser Favorit wäre die sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit von „mobilem Nachlass-Service“ und „Kernbestandsdepot“. Dazu wird es dann im kommenden Newsletter konkreter werden. Ebenso werden wir erst im kommenden Newsletter unsere Vorstellungen zur geplanten Vereinsgründung darlegen.

Herzlich durch den Sommer grüßen,
Thomas Kumlehn und Dr. Liane Burkhardt

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Interview „Alle Künstlernachlässe in einer Datenbank“

Thomas Kumlehn über die Bedeutung privater Nachlässe Brandenburger Künstler und den Schwierigkeiten bei deren Erfassung

 

Herr Kumlehn, Sie sind dabei, eine Datenbank für private Nachlässe von Brandenburger Künstlern einzurichten, die gleichzeitig auch unterstützen soll. Was wollen Sie mit diesem Service erreichen?

          Private Künstlernachlässe sind ein wesentlicher Quellenwert für die jüngere Kunst- und Kulturgeschichte einer Region. Daher sollen sie nicht im Verborgenen liegen, sondern zugänglich werden für die Forschung, den Ausstellungsbetrieb, den Kunsthandel. Dabei wollen wir Hilfe leisten ...

Das Gespräch führte Heidi Jäger

Das vollständige Interview veröffentlicht in Potsdamer Neueste Nachrichten vom 31.5.2013 unter <http://www.pnn.de/potsdam-kultur/756331/>

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N E W S L E T T E R  2_2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Unterstützer,

in unserem ersten Newsletter, der Sie zu Jahresbeginn erreichte, sprachen wir von der Entwicklung eines Web-Formulars als wesentliches Arbeitsinstrument unseres „mobilen Nachlass-Service“. Dieses Web-Formular gewinnt Kontur und wird die Werkerschließung eines Nachlasses zu 70% in Laienhand legen, die Erschließung eines Vorlasses zu 90%. Es wird voraussichtlich ab August zur Verfügung stehen und kann bei Interesse nach vorheriger Einführung (mit Auflagen) und fortgesetzter Begleitung kostenfrei genutzt werden. Zu den Auflagen werden beispielsweise gehören: Der Nachlasshalter verpflichtet sich zur Bewahrung des ermittelten Kernbestandes und stellt die Daten des Werkverzeichnisses für die Online-Datenbank „Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ kostenfrei zur Verfügung.
Die Entwicklung des Erschließungsformulars basiert auf unserer Zusammenarbeit mit Frau Prof. Haffner (HTW Berlin*), mit Herrn Burckhardt (HUB**) und Herrn Dr. Danyel (ZZF Potsdam***).

Unterdessen hoffen wir sehr, dass der Vorstand des Landesmuseumsverbandes seinen Dissens unserem Vorhaben gegenüber überdenkt. Gegebener Anlass wäre die bevorstehende Jahresversammlung am 22. April, in Rheinsberg, für die wir um die Berücksichtigung dieses Themas gebeten haben. Denn für die vom Landesmuseumsverband präferierte Vorlass-Pflege böte unser entwickeltes Arbeitsinstrument die ideale Voraussetzung, um die zukünftigen Künstlernachlässe unaufwendig in die besagte Online-Datenbank einzupflegen. Die vom Landesmuseumsverband favorisierte FirstRumos-Museumssoftware kam für Frau Prof. Haffner und uns nicht in Frage: Sie ist nicht webbasiert, sie ist kostenpflichtig, sie ist nicht vorrangig für künstlerische Werke konzipiert und in der Handhabung komplizierter als unser Angebot.

Als erster Nachlass in die Datenbank eingehen wird zum Jahresende das erschlossene Werk des Malers Philipp Schack (1967–2006), worüber die Märkische Allgemeine Zeitung vom 26. März 2013 im Kontext unseres Vorhabens berichtete. Wir geben Ihnen die Textfassung auf unserer Website zur Kenntnis, inbegriffen sind leider nicht die drei Abbildungen. Hier finden Sie auch unseren Kommentar zu dem am 21.02.2013 in der Frankfurter Allgemeine(n) Zeitung erschienenen Beitrag „Künstlernachlässe - das verlorene Gedächtnis“.

Unsere Förderanträge bei der FAMA-Kunststiftung, beim MWFK Brandenburg und der Stadt Potsdam wurden abgelehnt. Die Entscheidung über unseren Antrag bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung steht noch aus.

Auch im zurückliegenden Quartal setzten wir unsere Erstbesuche bei Nachlasshaltern im Land Brandenburg fort. Weitere Kontakte sind entstanden. Wir bleiben mobil.

Abschließend möchten wir Sie an die im Herbst geplante Vereinsgründung erinnern: Trotz der bisherigen Rückmeldungen für eine Mitgliedschaft suchen wir nach wie vor Interessenten unmittelbar unter den Nachlasshaltern, fördernde Mitglieder und Vorschläge zur zukünftigen Vereinsarbeit.


Herzlich grüßen,
Thomas Kumlehn und Dr. Liane Burkhardt

*     Hochschule für Wirtschaft und Technik Berlin, Museumsmanagement und -kommunikation
**   Humboldt-Universität zu Berlin
*** Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V. Potsdam

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Das Werk ihrer Eltern
Eine Potsdamer Initiative will private Künstlernachlässe im Land dokumentieren und bewahren

POTSDAM - Vier Jahre liegt die vom Potsdamer Kunstverein und dem Potsdam-Museum initiierte Ausstellung „Kunst ohne König – Privates und öffentliches Sammeln“ zurück, die auch Auskunft gab über Motive, Interessen und das Herangehen von privaten Kunstsammlern. Eine zufällige Entdeckung bei der Vorbereitung dieser Schau war für die Kuratoren Liane Burkhardt und Thomas Kumlehn eine Vielzahl von Künstlernachlässen in der Region, die eine Herausforderung nicht nur für ihre Eigentümer sind.

Bundesweit gilt die Bewahrung von Künstlernachlässen als Problem. Auf der einen Seite steht das Interesse der Erben, die abwägen müssen zwischen der mit meist hohem Aufwand verbundenen Bewahrung des Nachlasses und dem zumindest teilweisen Verkauf. Auf der anderen Seite steht das für dieses Thema sensibilisierte öffentliche Interesse, das die Nachlässe als Teil des kulturellen Gedächtnisses möglichst beisammen halten möchte.

Exemplarisch ist der Fall eines umfangreichen Nachlasses im Süden Berlins. Die 70-jährige Tochter einer Künstlerfamilie mühte sich nach Kräften, das Werk ihrer Eltern beisammenzuhalten. Die Enkel hingegen wollen allein schon aus Kostengründen einen Großteil verkaufen.

In verschiedenen westdeutschen Städten gab es Versuche mit der Zentralarchivierung von Künstlernachlässen, die nach Beobachtung Kumlehns schon aus Kapazitätsgründen ihre Grenzen haben. Kumlehn und Burkhard arbeiten an einem „Mobilen Nachlass-Service“ als Alternativmodell, bei dem die Nachlässe dort aufbereitet und bewahrt werden, wo sie sich derzeit befinden. Im Herbst soll dafür ein Verein „Private Künstlernachlässe in Brandenburg“ gegründet werden.

Zunächst begaben sich Kumlehn und Burkhardt mit Anzeigen und Rundschreiben gezielt auf die Suche nach Künstlernachlässen im Land und von Künstlern. 86 Nachlässe haben sie bis heute ermitteln können, knapp 30 davon befinden sich in Potsdam und im Umland. Kumlehn nennt Namen wie Hans-Otto Gehrke, Werner Gottsmann, Walter Bullert, Hans-Joachim Buhlmann oder Marie Goslich. In einem ersten Schritt soll den Eigentümern der Nachlässe mit einem elektronischen Formular die Möglichkeit gegeben werden, das Vorhandene selbst zu erfassen und in eine Zentraldatei einzuspeisen. Damit soll es öffentlich zugänglich werden. Über eine Kooperation mit dem Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschungen (ZFF) und mit dem Fachbereich Museumskunde an der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Berlin soll dafür eine Modifikation der Software verwendet werden, die für den Bildatlas DDR entwickelt wurde. Dieser Atlas ist ein Projekt zur kompletten Erfassung von DDR-Kunst in öffentlichen Sammlungen.

Wenn die Erben Teile des Nachlasses verkaufen wollen, soll wissenschaftliche Expertise ermitteln, welcher Kernbestand erhalten werden muss, um einen repräsentativen Teil des Werks zu erhalten. Liane Burkhardt spricht vom „Herz der Sammlung“. Teil des Modells ist die Gewinnung von Mäzenen aus der jeweiligen Region zur Bewahrung des Erbes.

Starten soll das Projekt im Sommer mit der Aufbereitung des in Falkenberg bei Eberswalde aufbewahrten Nachlasses von Philipp Schack (1967–2006). Mittelfristig soll es auch eine Werkstattausstellung über „Private Künstlernachlässe in Brandenburg“ geben; Ort und Zeit sind aber noch offen.

(Von Volker Oelschläger)
MAZ vom 2.4.2013
Hier der Link zum Artikel <http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12495129/63369/Eine-Potsdamer-Initiative-will-private-Kuenstlernachlaesse-im-Land.html>

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Anlässlich des am 21.2.2013 erschienenen Beitrags "Künstlernachlässe - das verlorene Gedächtnis" von Milan Chlumsky in der FAZ haben wir einen Kommentar verfasst, den wir Ihnen gern zur Kenntnis geben wollen. Hier der Link zum Artikel:
<http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/kommentare-glossen/kuenstlernachlaesse-das-verlorene-gedaechtnis-12089861.html>

Hier unser Kommentar:
Dank und Respekt für Ihre den Künstlernachlässen zugewandte Aufmerksamkeit. Ja, deren Reservoir ist weitestgehend unerschlossen und unzugänglich für Forschung, Ausstellungsbetrieb und Kunstmarkt. Sie thematisieren das Archiv-Modell, welches in den alten Bundesländern vielfach praktiziert wird. Sie nennen die Grenzen sowie die Position der öffentlichen Hand.

Und die neuen Bundesländer?

Auch hier schlummern Künstlernachlässe zumeist in privater Hand, während ihr Quellenwert für die lokale Kunst- und Kulturgeschichtsschreibung bislang uneingelöst bleibt. Allein in Sachsen liebäugelt man mit der Einrichtung eines lokalen Nachlass-Archivs.

Angesichts der akuten Problematik und auch der von uns recherchierten Grenzen des Archiv-Modells arbeiten wir seit 2011 im Land Brandenburg an einer anderen Lösung:

Die Basis unserer Initiative sind die uns  bisher begegneten äußerst verantwortungsbewussten Nachlasshalter. (Bisher wurden 86 private Künstlernachlässe eruiert und 49 Nachlasshalter besucht.) Wir streben keinen Besitzerwechsel an, sondern die fachlich begleitete Werkerschließung durch die Nachlasshalter vor Ort. Die so entstehenden Online-Werkverzeichnisse gehen in die Datenbank „Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ ein, und sie bilden die Voraussetzung zur Bestimmung eines Kernbestands, deren Bewahrung und Weitergabe den Nachlasshaltern unbedingt empfohlen wird. Zur Einbindung der engagierten Laien entwickeln wir derzeit zusammen mit der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Technik, Fachbereich Museumskunde, ein Web-Formular, das ihnen die Kärrner-Arbeit im Erschließungsprozess selbständig ermöglicht und in Fachbegleitung zu einem Ergebnis führt, das mit den gängigen Erschließungsprogrammen kompatibel ist. Die fachliche Begleitung erfolgt in Kooperation mit Studenten der Bereiche Kunstgeschichte, Museumskunde und Archivwissenschaften.

Sofern Sie die Nachlass-Problematik weiter verfolgen wollen, stehen wir Ihnen – bezogen auf unseren Lösungsvorschlag – gern Rede und Antwort. Doch schon allein das Skizzieren unserer Initiative würde die bisher auf das Archiv-Modell konzentrierte Diskussion ganz sicher bereichern bzw. erweitern.
Beste Grüße,

Thomas Kumlehn/Dr. Liane Burkhardt

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Newsletter 1_2013

Im vergangenen Jahr haben wir unser Hauptaugenmerk auf die Recherche nach privaten Künstlernachlässen (derzeitiger Stand: 86) im Land Brandenburg gelegt. Wir platzierten  Suchmeldungen in regionalen Tageszeitungen, besuchten sowohl Archive wie auch Künstlernachlässe vor Ort, und wurden zusätzlich mit der Sorge von Künstlern um Ihre Vorlässe konfrontiert. Wir haben uns an der öffentlichen Diskussion in Neuruppin und Potsdam für das neue Strategiepapier des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg (MWFK) beteiligt. Unser Thema fand zwar keine Berücksichtigung in der Endfassung, aber es ist ins verwaltungsinterne Bewusstsein gerückt, denn seither finden ganz  selbstverständlich Arbeitsgespräche zwischen der Abteilung Kultur und uns statt. Auf Anforderung des Ministeriums erstellten wir im Sommer eine Bedarfsanalyse der Brandenburger Museen mit Beständen der bildenden Kunst. Die Museen begrüßten unser Vorhaben sehr. Nur Frau Dr. Rieger-Jähner, die Leiterin der Frankfurter Städtischen Museen „Junge Kunst“ und Viadrina lehnte uns als Konkurrent um öffentliche Mittel ab. Auch soll die distanzierte Position von Frau Köstering, Geschäftsführerin des Brandenburgischen Landesmuseumsverbandes, nicht unerwähnt bleiben, die unsere Bedarfsanalyse nicht unterstützte.

Das MWFK will sich grundsätzlich für die Realisierung unserer Idee, im Potsdamer Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte 2014/15 eine Themen-Werkstatt-Ausstellung „Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ zu zeigen, einsetzen. Dieses Vorhaben wollen wir mit einem internationalen Symposium verbinden. Zur Ausstellung ist ein Katalog, zum Symposium ein Dokumentationsband geplant.

Bei den für uns notwendigen Arbeitsinstrumenten geht es um die Strukturierung eines Web-Formulars, welches auch praxisfernen Nachlasshaltern und Helfern die Grunderschließung eines künstlerischen Werkes ermöglicht sowie um die Erstellung einer Website mit Dialogfunktion (Blog) für die Nachlasshalter und für die Darstellung unserer Initiative.
Zuwendungen zur Realisierung unserer grundlegenden Arbeitsinstrumente beantragten wir bei der Stiftung Kunstfonds, bei der Robert Bosch Stiftung, bei der FAMA-Kunststiftung, bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, beim MWFK sowie bei der Stadt Potsdam. Von den Stiftungen Kunstfonds und Robert Bosch erreichten uns inzwischen Absagen. Die übrigen Entscheidungen beim MWFK Brandenburg und der Stadt Potsdam sowie der Ostdeutschen Sparkassenstiftung erwarten wir bis Ende April. Innerhalb einer Co-Finanzierung beantragten wir 15.000 €.

Die von uns fachlich begleitete Erschließungsarbeit vor Ort soll im Ergebnis in ein Internet-Portal münden. Digitalisierte Werkverzeichnisse wären auf diese Weise für die kunstwissenschaftliche Forschung, für Museen und den Kunstbetrieb online zugänglich.
Einer unserer Kooperationspartner, das Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam, stellt uns das für das Projekt „Bildatlas“ <www.bildatlas-ddr-kunst.de>  verwendete Web-Formular zur Weiterentwicklung zur Verfügung und wird die geplante Datenbank „Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ betreiben. Der Fachbereich Museumskunde an der Hochschule Wirtschaft und Technik in Berlin, ein zweiter Kooperationspartner, wird uns bei der Entwicklung des besagten Web-Formulars unterstützen und die Werkerschließung in die Praktika und Studienabschlüsse integrieren.

Am 17. November 2012, auf dem Symposium „Künstlernachlässe – Wohin mit der Kunst?“ präsentierten wir unseren Arbeitsentwurf in der Diskussion erstmals überregional. Aufgrund dieser Wortmeldung ergaben sich zahlreiche Kontakte, beispielsweise werden wir voraussichtlich in der Publikation „After Collecting“ (Herbst 2013) des Schweizer Herausgebers Dr. Franz-Josef Sladeczek zu Worte kommen wie auch in einem geplanten Radiofeature zur Künstlernachlass-Problematik. Über dieses Symposium, veranstaltet vom Deutschen Künstlerbund in Kooperation mit der Berlinischen Galerie, informierten wir die uns bisher persönlich bekannten Nachlasshalter im Vorfeld, von denen etliche die Möglichkeit zum Austausch nutzten. Die erwähnte Wortmeldung ist seit Dezember 2012 auf unserer provisorischen Website einsehbar.

Das Symposium bescherte uns auch die Erkenntnis, dass bei vielen Nachlasshaltern das Bedürfnis nach einem geeigneten Austausch-Forum vorhanden ist. Das war für uns die Initialzündung, 2013 die Gründung eines gemeinnützigen Vereins anzustreben.
Für die Gründung und die anschließende Mitgliedschaft suchen wir selbstverständlich Interessenten unmittelbar unter den Nachlasshaltern. Aber auch die Initiative fördernde Mitglieder sind herzlich willkommen. Ihr Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit würde uns sehr freuen und unsere Vorbereitungen der Gründungsveranstaltung beflügeln.
Hätten Sie grundsätzlich an einer Mitgliedschaft Interesse? Und welche Ideen möchten Sie im Vorfeld einbringen? Ihr Wort dazu sollte uns bis Ende April erreichen.

Mit besten Wünschen

Thomas Kumlehn und Dr. Liane Burkhardt

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Diskussionsbeitrag auf dem Symposium „Künstlernachlässe – Wohin mit der Kunst ?“                          
17. November 2012, veranstaltet vom Deutschen Künstlerbund in Kooperation mit der Berlinischen Galerie, eingebracht von Thomas Kumlehn

 

"Anfangs möchte ich dem Veranstalter und den Referenten danken. Die Überschrift des heutigen Symposiums „... Wohin mit der Kunst“ gilt nicht für den Arbeitsbereich, in dem sich meine Kollegin, Dr. Liane Burkhardt, und ich bewegen. Wir beschäftigen uns mit privaten Künstlernachlässen im Land Brandenburg. Die Nachlassverwalter sind sehr engagiert im Umgang mit den ihnen anvertrauten Künstlernachlässen. Und sie wissen um die Notwendigkeit der fachlichen Begleitung für die Aufgabenstellung. Die meisten der uns begegneten Künstlernachlässe werden gut bewahrt. Unsere Vorstellung wäre, die fachliche Begleitung in Form eines „mobilen Nachlass-Service“ vor Ort zu sichern. Denn das klassische Archivmodell des Künstlerarchivs, wie es sich in den letzten 10 Jahren in den alten Bundesländern herausgebildet hat, stößt schon lange an seine Grenzen. Sicher hat Frau Dr. Jain Recht, dass man das Fahrrad nicht neu erfinden muss. Aber neben dem klassischen Archivmodell müssen Alternativen entwickelt werden, weil es sich im Land Brandenburg nicht wie in Hamburg und schon gar nicht wie in Brauweiler umsetzen lässt.
Ich möchte Sie angesichts des hier vorgestellten Archiv-Modells in Brauweiler und Hamburg auf eine Projektentwicklung aufmerksam machen, die sich als ein alternatives Modell dazu versteht. Die angesprochenen realen Kapazitätsgrenzen – räumlich wie personell – waren unser Ausgangspunkt für diese praktikablere Alternative. Denn, WIE, meine Damen und Herren, will man den Quellenwert eines Nachlasses für die regionale Kunst- und Kulturgeschichte ermitteln? Es geht eben nicht um das bloße Einlagern. Sondern um die Ermittlung des jeweiligen Kernbestandes auf Grund der Werkerschließung. Inventarisation ist die zentrale Aufgabe für die Erstellung eines Werkprofils im Umgang mit Künstlernachlässen. Nur dann wäre die sachkundige Vermittlung möglich.
Wir setzen auf die dezentrale Betreuung der privaten Nachlasshalter durch einen Pilotversuch, den wir „mobilen Nachlass-Service“ nennen. Wir fixieren uns auf das Land Brandenburg, für das wir bisher 86 Nachlässe eruiert haben. Wesentlich und neu ist, dass die Nachlässe in privater Hand verbleiben. Wohl gemerkt: Am Willen zum Engagement der Nachlasshalter fehlt es nicht, angesichts unserer bisherigen Begegnungen. Um ihre Aufgaben der Bewahrung, Erschließung, Vermittlung aber tatsächlich auch leisten zu können, brauchen sie eine fachkundige Begleitung und Anleitung. Nur dadurch entsteht ein öffentliches Bewusstsein für die Problematik vor Ort.
So würde es gelingen, für Nachlässe einen Freundeskreis e.V. zu gründen oder ihn in einem lokalen gemeinnützigen Kunstverein zu verankern, um die Weitergabe auch über die Familie des Verstorbenen hinaus zu sichern.
Ein Kernziel des Vorhabens ist die „Datenbank für private Künstlernachlässe im Land Brandenburg“, in der die entstehenden Online-Werkverzeichnisse für Forschung, Ausstellungsbetrieb und Kunstmarkt zugänglich sein werden.
In Kooperation mit Universitäten, Hoch- und Fachhochschulen setzen wir auf praxisorientierte Studenten entsprechender Fachrichtungen als personelle Ressource – seien es angehende Kunsthistoriker, Museumskundler, Kulturmanager, Archivwissenschaftler oder Restauratoren.
Ein grundlegendes Arbeitsinstrument für diese Service-Idee entwickeln wir derzeit – und zwar ein Web-Formular, dessen für die „Laienhand“ definierte Redaktionsfelder auch den Nachlasshalter selbst zur relativ eigenständigen Werkerschließung befähigen sollen.
Die Finanzierung allein den Nachlasshaltern zu überlassen, wäre unrealistisch. Teil unseres Arbeitsansatzes ist also auch die Akquise zwecks kontinuierlicher Komplementärfinanzierung aus öffentlichen und privaten Mitteln."